UK-Immobilienkauf: Übersetzung für Mittelherkunftsnachweis & AML-Prüfung
Wenn Sie im Vereinigten Königreich eine Immobilie erwerben und Ihre Eigenmittel durch Dokumente in einer anderen Sprache als Englisch belegt sind, liegt die eigentliche Herausforderung selten in der reinen Sprachübertragung. Das entscheidende Kriterium ist, ob Makler (Estate Agent), Conveyancer (Rechtsexperte für Immobilienübertragungen bzw. Solicitor) und Hypothekengeber (Lender) den Geldfluss nachvollziehen können, um die gesetzlichen Anforderungen an die Mittelherkunft (Source of Funds) und die Geldwäschebekämpfung (Anti-Money Laundering, AML) zu erfüllen. Genau hier setzt die Übersetzung von Nachweisen zur Mittelherkunft beim UK-Immobilienkauf an: Sie ist keine bloße Formalität, sondern sorgt dafür, dass ausländische Kontoauszüge, Schenkungsschreiben, Auslandsüberweisungsbelege und Begleitdokumente für britische Prüfer eindeutig lesbar und nachvollziehbar vorliegen – was das Risiko zeitraubender Nachforderungen verringert.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Leitfaden dient ausschließlich praktischen Informationszwecken und stellt keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Ihr Conveyancer, Solicitor oder finanzierendes Kreditinstitut kann für Ihre konkrete Transaktion abweichende oder strengere Dokumentenanforderungen festlegen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Beim Immobilienkauf im Vereinigten Königreich entsteht der Übersetzungsbedarf meist dadurch, dass dieselben Finanzmittel mehrfach unabhängig geprüft werden: zunächst vom Makler, anschließend vom Conveyancer und häufig nochmals von der finanzierenden Bank.
- Es gibt im Vereinigten Königreich kein starres Einzelgesetz, das ein einheitliches Übersetzungsformat für jeden ausländischen Mittelherkunftsnachweis vorschreibt. Britische Solicitors müssen jedoch feststellen, dass das Geld aus legalen Quellen stammt und die Beweiskette schlüssig ist. Der AML-Leitfaden der SRA betont, dass fremdsprachige Unterlagen unter Umständen übersetzt werden müssen und bei erhöhtem Risikoprofil auch notarielle Beglaubigungen verlangt werden können.
- Guthaben, das sich bereits auf einem britischen Bankkonto befindet, beendet die Prüfung keineswegs: UK-Solicitors können weiterhin prüfen, wie das Geld erwirtschaftet wurde, bevor es nach Großbritannien transferiert wurde.
- Für standardmäßige Transaktionen ist das wirksamste Ergebnis in der Regel ein prüfungsoptimiertes Paket einer beglaubigten Übersetzung ins Englische (Certified English Translation) mit Genauigkeitserklärung (Translator’s Declaration), einheitlicher Namensschreibweise, sichtbaren Datumsangaben und vollständiger Tabellen- und Zahlenstruktur – ohne unnötige Zusatzkosten.
Für wen dieser Leitfaden gedacht ist
Dieser Leitfaden richtet sich an Käufer von Immobilien in ganz Großbritannien (England, Wales, Schottland und Nordirland), die die Herkunft von Geldern nachweisen müssen, welche in einer anderen Sprache als Englisch dokumentiert sind. Er richtet sich insbesondere an internationale Käufer, ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich, Diaspora-Familien mit finanzieller Unterstützung von Verwandten aus dem Ausland sowie Käufer, deren Eigenkapital aus ausländischen Immobilienverkäufen, Erbschaften, Unternehmensgewinnen oder Schenkungen stammt. Typische Unterlagen umfassen ausländische Bankauszüge, SWIFT- und Auslandsüberweisungsbelege, Schenkungserklärungen (Gift Letters), Kontoauszüge des Schenkenden, Kaufverträge über Auslandsimmobilien, Handelsregisterauszüge und Erbscheine. Die häufigste Hürde ist nicht das Fehlen von Mitteln, sondern ein unvollständiger oder unlesbarer Belegpfad genau in dem Moment, in dem Conveyancer oder Bank die Transaktion freigeben sollen.
Warum der UK-Immobilienkauf besondere Anforderungen an die Mittelherkunft stellt
Im britischen Markt reicht es nicht aus, ein ausreichendes Guthaben vorzuweisen – Sie müssen belegen können, wie dieses Geld entstanden ist. Zudem führen mehrere beteiligte Parteien separate Prüfungen durch. Propertymark erläutert, dass Mittelherkunftsprüfungen (Proof of Funds) sowohl vor als auch nach Abgabe eines Kaufangebots stattfinden und neben den allgemeinen AML-Pflichten der Immobilienmakler stehen. Sobald der Kaufvertrag aufgesetzt wird, übernimmt der Conveyancer die zentrale Rolle als AML-Prüfer. Wird eine Hypothek aufgenommen, wiederholt die Bank oft Teile dieser Prüfung. Daher haben Käufer häufig das Gefühl, dieselben Nachweise mehrfach in unterschiedlichen Formaten einreichen zu müssen.
Aus diesem Grund greifen allgemeine Übersetzungsempfehlungen hier oft zu kurz. Eine Geburtsurkunde oder ein Diplom folgt festen Mustern; ein Nachweispaket zur Mittelherkunft muss dem britischen Prüfer jedoch ermöglichen, eine lückenlose finanzielle Kette nachzuvollziehen: wem das Konto gehörte, welche Währung transferiert wurde, wann die Buchung erfolgte, ob der Schenker rechtmäßiger Eigentümer der Mittel war und ob die Dokumente exakt mit den Angaben gegenüber dem Solicitor übereinstimmen.
Wo die Übersetzung des Mittelherkunftsnachweises im UK-Kaufprozess benötigt wird
- Maklerphase (Estate Agent Stage): Dies ist häufig die erste Hürde. Liegt das Eigenkapital auf einem ausländischen Konto oder stammt die Anzahlung von Verwandten im Ausland, können fremdsprachige Unterlagen bereits vor Beginn der juristischen Arbeit Rückfragen und Verzögerungen auslösen.
- Phase der juristischen Eigentumsübertragung (Conveyancer / Solicitor Stage): Hier findet die eigentliche AML-Prüfung statt. Die Verbraucherrichtlinien der Solicitors Regulation Authority (SRA) stellen klar, dass Kanzleien die Herkunft aller Mittel verifizieren müssen und das Mandat niederlegen können, wenn die Nachweise unzureichend sind. In dieser Phase ist eine professionelle Übersetzung am wichtigsten.
- Finanzierungs- und Underwriting-Phase (Lender Stage): Wenn Sie eine Hypothek aufnehmen, verlangt das Kreditinstitut dieselben Nachweise in englischer Sprache für die Risikoprüfer (Underwriter) – insbesondere bei Schenkungen (Gifted Deposits), ausländischen Ersparnissen, Firmenerträgen oder aus dem Ausland transferierten Summen.
Ein wichtiger Punkt: Das bloße Überweisen des Geldes auf ein britisches Bankkonto bereinigt nicht dessen Vorgeschichte. Anwälte können dennoch Nachweise darüber anfordern, woher das Geld ursprünglich stammte. Liegen die Originalbelege auf Deutsch, Chinesisch, Arabisch, Russisch, Türkisch, Spanisch, Portugiesisch oder in einer anderen Sprache vor, bildet eine beglaubigte englische Übersetzung (Certified Translation) die praktische Brücke.
Welche Dokumente in der Regel übersetzt werden müssen
In den meisten Fällen müssen nicht sämtliche jemals erstellten Finanzunterlagen übersetzt werden, sondern gezielt diejenigen, die das Eigentum an den Mitteln und den Transferweg zum Immobilienkauf belegen. Zu den typischen Kombinationen gehören:
- Ausländische Kontoauszüge: Der zentrale Nachweis für Ersparnisse, Gehaltsansammlungen oder Verkaufserlöse. Falls Ihre Auszüge als Bildschirmfotos oder App-Exporte vorliegen, beachten Sie unseren Leitfaden zur beglaubigten Übersetzung von Kontoauszug-Screenshots.
- Unterlagen zu geschenktem Eigenkapital (Gifted Deposit): Neben der eigentlichen Schenkungserklärung (Gift Letter) werden in der Regel auch die Kontoauszüge des Schenkenden sowie der Überweisungseingang auf dem Konto des Käufers verlangt. Weitere Details zur Dokumentenstruktur finden Sie unter beglaubigte Übersetzung von Schenkungsschreiben für Hypothekenprüfungen.
- Nachweise über Immobilienverkäufe im Ausland: Kaufverträge, Abrechnungsschreiben (Completion Statements), Grundbuchauszüge, anwaltliche Bestätigungen und Bankbelege über den Geldeingang. Für grundbuchbezogene Nachweise informiert unsere Übersicht zur Übersetzung von Grundbuchauszügen beim Immobilienkauf.
- Erbschaftsdokumente: Erbscheine, Testamentsvollstrecker-Schreiben, Nachlassbeschlüsse und Kontoauszüge, die den Erhalt des Erbes belegen.
- Unternehmens- und Gewerbeeinkünfte: Handelsregisterauszüge, Gesellschafterbeschlüsse über Gewinnausschüttungen, Jahresabschlüsse, Steuerbescheide oder Darlehensverträge, falls das Eigenkapital über eine Unternehmensstruktur eingebracht wird.
Ein typischer Fehler besteht darin, nur das Hauptdokument (z. B. das Schenkungsschreiben) übersetzen zu lassen, während die begleitenden Finanzbelege unübersetzt bleiben. Käufer im Vereinigten Königreich erleben regelmäßig Verzögerungen, wenn Conveyancer neben der Erklärung auch die Belege für den Geldfluss einfordern.
Welche Art der Übersetzung im Vereinigten Königreich anerkannt wird
Im britischen Rechtssystem ist der Begriff Certified Translation (beglaubigte Übersetzung) ein funktionaler Standard. Die GOV.UK-Informationen zu reglementierten Berufen verdeutlichen, dass es im Vereinigten Königreich kein System allgemein beeidigter Gerichtsdolmetscher und -übersetzer nach kontinentaleuropäischem Muster gibt. In der Praxis erwarten Conveyancer eine verlässliche englische Übersetzung, die von einem professionellen Übersetzer oder einer anerkannten Agentur ausgestellt, unterzeichnet und mit einer formellen Genauigkeitserklärung versehen ist.
Ein prüffähiges Übersetzungspaket umfasst üblicherweise:
- die vollständige Übersetzung des Dokuments ins Englische (keine bloßen Zusammenfassungen),
- eine Erklärung des Übersetzers (Translator’s Declaration), die die Genauigkeit und Richtigkeit bescheinigt,
- eine einheitliche Schreibweise von Personen-, Orts- und Institutsnamen über alle eingereichten Dokumente hinweg,
- die originalgetreue Übernahme von Zahlen, Währungsangaben, Kontonummern und tabellarischen Layoutstrukturen,
- die Bereitstellung als PDF-Dokument, das Ihr Anwalt direkt in das Kanzleiportal oder die elektronische Fallakte hochladen kann.
Detaillierte Hintergrundinformationen zu Dateiformaten und Beglaubigungsarten finden Sie in unseren Artikeln Elektronische beglaubigte Übersetzung: PDF vs. Word vs. Papier sowie Beglaubigte vs. notariell beglaubigte Übersetzung. Für Standard-Mittelherkunftsprüfungen reicht eine reguläre beglaubigte Übersetzung meist aus. Da die SRA-Vorgaben bei komplexeren oder risikobehafteten Fällen zusätzliche Absicherungen erlauben, verlangen manche Kanzleien fallweise zusätzliche notarielle Bestätigungen.
Schritt für Schritt: Ein prüffähiges Übersetzungspaket für den Conveyancer erstellen
- Dokumentieren Sie die gesamte Geldhistorie vor der Bestellung: Erstellen Sie eine Übersicht: Wo lag das Geld ursprünglich, welche Überweisungsschritte gab es, wer waren die beteiligten Parteien/Schenker und auf welches britische Bank- oder Treuhandkonto floss die Endsumme?
- Übersetzen Sie die Beweiskette, nicht nur die Absichtserklärung: Ein unterschriebener Gift Letter ohne Kontoauszug des Schenkers wird selten akzeptiert. Ebenso reicht ein Kontoauszug ohne zugehörigen Überweisungsnachweis oft nicht aus.
- Achten Sie auf einheitliche Namens- und Datumsformate: Wenn Namen auf Ausweisen, Kontoauszügen und Verträgen unterschiedlich transkribiert wurden, sollte die englische Übersetzung eine einheitliche Namensführung wahren und abweichende Schreibweisen der Originale transparent anmerken.
- Layout und Struktur finanzrelevanter Daten beibehalten: Prüfer müssen Salden, Einzahlungen, Auszahlungen und Kontoinhaber sofort erfassen können. Ein professionelles, tabellengetreues Layout erleichtert die Prüfung erheblich.
- Halten Sie vorab Rücksprache mit Ihrem Conveyancer: Klären Sie mit einer kurzen Frage, ob für bestimmte Dokumente eine Certified Translation genügt oder ob eine zusätzliche notarielle Beglaubigung gewünscht wird, um unnötige Mehrkosten zu vermeiden.
Informationen zur digitalen Abwicklung finden Sie in unseren Beiträgen zu Online-Bestellung und Dokumenten-Upload für beglaubigte Übersetzungen sowie zu Bearbeitungszeiten und Korrekturschleifen.
Einreichung, Bearbeitungszeiten und Kostenrealität im Vereinigten Königreich
Im modernen britischen Immobilienrecht erfolgt die Einreichung fast ausschließlich digital – per E-Mail, über sichere Kanzlei-Mandantenportale oder über spezialisierte Drittanbieter-Apps zur Geldwäscheprüfung. Termine vor Ort oder Behördengänge spielen hier praktisch keine Rolle; der zeitliche Engpass liegt meist in der Prüfungsqualität der Unterlagen, nicht auf dem Postweg.
Viele Kanzleien in Großbritannien setzen automatisierte AML-Prüftools ein, die über Open Banking zwar direkte Schnittstellen zu britischen Banken bieten, viele internationale Finanzinstitute jedoch nicht unterstützen. Der Anbieter Thirdfort weist in seinen Hilfeseiten darauf hin, dass Mandanten ihre Kontoauszüge manuell hochladen müssen, wenn keine direkte Bankanbindung verfügbar ist. Hier wird die Übersetzung zur praktischen Voraussetzung: Das Portal kann zwar ein PDF speichern, eine fremdsprachige Umsatzhistorie aber nicht für den Sachbearbeiter aufbereiten.
Es gibt im Vereinigten Königreich keine starre Vorschrift, ob Kontoauszüge für genau drei, sechs oder zwölf Monate vorgelegt werden müssen. Der geforderte Zeitraum richtet sich nach dem Risikoprofil, der Transaktionssumme, der Mittelherkunft und den internen Compliance-Richtlinien der Kanzlei. Grundsätzlich gilt: Kann der Prüfer den Weg des Geldes nicht nachvollziehen, wird er weitere Monatsauszüge nachfordern.
Verzögerungen sind ein reales Problem. Die Beschwerdedaten des Legal Ombudsman für 2024/25 belegen, dass die Eigentumsübertragung bei Wohnimmobilien (Residential Conveyancing) weiterhin einer der Hauptgründe für Mandantenbeschwerden ist – wobei Verzögerungen und mangelhafte Kommunikation ganz oben stehen. Unvollständige oder fehlerhaft übersetzte Nachweise zur Mittelherkunft sind eine häufige Ursache für solche Zeitverluste.
Typische Stolperfallen, die Immobilientransaktionen in UK verzögern
- Die Annahme, britisches Bankguthaben genüge als Nachweis: Solicitors können auch bei vorhandenem UK-Guthaben nachfragen, woher die Mittel vor dem Transfer stammten.
- Ausschließliche Übersetzung des Schenkungsschreibens: Bei geschenktem Eigenkapital werden häufig auch die Vermögensnachweise des Schenkers benötigt.
- Selbstübersetzung oder maschinelle Übersetzungstools: Eigenübersetzungen gelten im britischen AML-Kontext als erhöhtes Risiko. Die Law Society warnt Solicitors ausdrücklich davor, von Mandanten selbst erstellte Übersetzungen ungeprüft für Auslandsgelder zu akzeptieren.
- Missachtung von Hochrisikoländern: Die britische Regierung führt eine offizielle Liste von Drittstaaten mit hohem Geldwäscherisiko, für die eine verstärkte Sorgfaltspflicht (Enhanced Due Diligence) gilt. Stammen Gelder aus diesen Ländern, sind besonders detaillierte Nachweise erforderlich. Beachten Sie die aktuelle Bekanntmachung des britischen Finanzministeriums (HM Treasury).
- Notarielle Beglaubigung als Universallösung missverstehen: Eine notarielle Beglaubigung bestätigt formale Kriterien, kann aber fehlende Kontoauszüge, unklare Überweisungswege oder Namensdiskrepanzen nicht ersetzen.
Erfahrungsmuster von Käufern im Vereinigten Königreich
In Foren und Erfahrungsberichten von Immobilienkäufern im Vereinigten Königreich wiederholen sich dieselben Reibungspunkte: Conveyancer fordern zunächst ein übersetztes Schenkungsschreiben an und verlangen Wochen später nachgelagerte Kontoauszüge des Schenkers. Das Kreditprüfungsteam verlangt dieselben ausländischen Nachweise erneut, die der Solicitor bereits geprüft hat. Open-Banking-Tools funktionieren für britische Konten einwandfrei, scheitern jedoch an der ausländischen Heimatbank. Das Fazit: Fremdsprachige Nachweise führen leicht zu wiederholten Nachforderungen, wenn das Übersetzungspaket nicht von Beginn an vollständig und logisch gegliedert eingereicht wird.
Die beste Vorgehensweise besteht darin, jedem Prüfer von Beginn an ein klares, professionell übersetztes englisches Dokumentenset mit Beglaubigungserklärung, eindeutigen Bezeichnungen und exakt nach dem Geldfluss sortierten Anhängen vorzulegen.
Was tun bei Problemen oder Verzögerungen?
Bei unberechtigten Verzögerungen oder Kommunikationsproblemen seitens Ihres Anwaltsteams sollten Sie zunächst eine förmliche Beschwerde bei der Kanzlei einreichen und sich bei Bedarf an den Legal Ombudsman wenden. Bei berufsrechtlichen Pflichtverletzungen eines Solicitors ist die Solicitors Regulation Authority (SRA) zuständig. Handelt es sich um einen lizenzierten Conveyancer, ist der Council for Licensed Conveyancers (CLC) die zuständige Aufsichtsbehörde. Bei Betrugsverdacht – insbesondere bei Zahlungsabfang-Betrug (Payment Diversion Fraud) während der Kaufabwicklung – melden Sie den Vorfall umgehend bei Action Fraud. Zum Schutz vor unberechtigten Eintragungen im Grundbuch bietet das Grundbuchamt (HM Land Registry) den kostenlosen Dienst Property Alert an.
Anbieteroptionen: Übersetzungsdienste
| Anbieter | Öffentliches Profil | Eignung für diesen Anwendungsfall | Wichtiger Hinweis |
|---|---|---|---|
| Absolute Translations | Britische Übersetzungsagentur mit Spezialisierung auf beglaubigte Übersetzungen und juristische Dokumente. | Käufer, die eine im Vereinigten Königreich ansässige Agentur für offizielle Dokumentenpakete suchen. | Die Akzeptanz hängt stets von den individuellen Vorgaben Ihres Conveyancers oder Kreditinstituts ab, nicht vom Marketing des Anbieters. |
| Certling | Fokus auf beglaubigte Übersetzungen mit öffentlich ausgewiesener britischer Kontaktnummer. | Standardmäßige offizielle und finanzielle Dokumente, bei denen eine Beglaubigungserklärung und schnelle digitale Bereitstellung gefragt sind. | Klären Sie vorab, ob Ihre Kanzlei spezielle Formulierungswünsche oder Notarisierungen verlangt. |
| Kings of Translation | UK-orientierter Übersetzungsdienst für juristische und behördliche Unterlagen. | Käufer, die britische Agenturangebote für beglaubigte Übersetzungen vergleichen. | Achten Sie auf objektive Kriterien wie Layouttreue, Bearbeitung von Finanztabellen und Korrekturrichtlinien. |
Diese Übersicht stellt marktübliche gewerbliche Anbieter im Vereinigten Königreich dar und ist keine offizielle Empfehlung. Der praktische Prüfmaßstab bleibt: Kann der Dienstleister Kontoauszüge, Schenkungsbelege, Überweisungshistorien und konsistente Namensstrukturen über mehrere Dokumente hinweg fehlerfrei verarbeiten?
Offizielle Beschwerdestellen, Beratungsangebote und Betrugsprävention
| Stelle / Institution | Zielgruppe | Funktion | Öffentlicher Kontakt |
|---|---|---|---|
| Legal Ombudsman | Käufer mit Beschwerden über unzureichenden Service oder Verzögerungen durch Rechtsdienstleister | Unabhängige Schlichtungsstelle (nach erfolgloser Kanzleibeschwerde) | Kostenfreies Verfahren; telefonische Auskunft u. a. unter 0300 555 0333 |
| SRA-Verbraucherinformationen | Mandanten, die die Hintergründe von Mittelherkunftsprüfungen durch Solicitors verstehen möchten | Erläutert gesetzliche AML-Pflichten und Mandatsniederlegungsgründe | Offizieller Leitfaden der Regulierungsbehörde |
| Citizens Advice | Käufer, die allgemeine verbraucherrechtliche Orientierung suchen | Allgemeine Beratung und Orientierungshilfe (keine spezialisierte AML- oder Übersetzungsprüfung) | Kostenloses gemeinnütziges Beratungsnetzwerk |
| Action Fraud | Betroffene von Überweisungsbetrug, Identitätsdiebstahl oder gefälschten Dokumenten | Zentrale nationale Meldestelle für Betrug und Cyberkriminalität im Vereinigten Königreich | Offizielles Meldeportal; Telefonhotline u. a. unter 0300 123 2040 |
Wann CertOf die passende Unterstützung bietet
CertOf unterstützt Sie gezielt in der Phase der Dokumentenvorbereitung, nicht bei der juristischen Entscheidungsfindung. Unser Service umfasst die Erstellung professioneller, beglaubigter englischer Übersetzungen von ausländischen Kontoauszügen, Schenkungserklärungen, Überweisungsbelegen, Kaufverträgen, Erbschaftsunterlagen und weiteren Finanznachweisen, damit Ihr Conveyancer oder Hypothekengeber diese zügig prüfen kann. Dies beinhaltet keine Garantie für die rechtliche Genehmigung der Mittelherkunft durch Anwaltskanzleien, Makler oder Banken.
Wenn Sie ein digital prüffähiges Übersetzungspaket mit Translator’s Declaration, klarer Formatierung und revisionssicherem Support benötigen, können Sie Ihre Dokumente direkt hier hochladen. Wenn Sie sich vorab über Bereitstellungsformate und Fristen informieren möchten, finden Sie weiterführende Hinweise unter Ablauf von Online-Bestellungen, Versand physischer Originalausdrucke sowie Richtwerte für Bearbeitungszeiten nach Dokumententyp.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Akzeptieren britische Solicitors selbst übersetzte Kontoauszüge für den Mittelherkunftsnachweis?
Nein. In diesem Kontext gelten Eigenübersetzungen als Sicherheitsrisiko und können die Prüfung erschweren. Der sicherere Weg ist eine professionell erstellte englische Übersetzung mit klarer Genauigkeitserklärung (Translator’s Declaration).
Reicht die Übersetzung des Schenkungsschreibens (Gift Letter) für die Anzahlung aus?
In der Regel nicht. Das Schenkungsschreiben erklärt lediglich die Zuwendung, doch Prüfer verlangen oft auch die Banknachweise des Schenkers sowie den Eingangsnachweis beim Käufer.
Warum verlangen Makler, Conveyancer und Bank jeweils dieselben übersetzten Dokumente?
Weil es sich um getrennte Parteien mit eigenständigen gesetzlichen Sorgfaltspflichten handelt: Der Makler führt eine Erstprüfung durch, der Conveyancer trägt die berufsrechtliche Verantwortung für die AML-Prüfung und die Bank schützt ihre Kreditrisiken im Underwriting.
Muss die Übersetzung notariell beglaubigt sein oder genügt eine Certified Translation?
Für die meisten Standardtransaktionen im Vereinigten Königreich genügt eine Certified English Translation. Bei Fällen mit höherem Risikoprofil können jedoch zusätzliche Anforderungen entstehen. Fragen Sie Ihren Conveyancer vorab, ob für bestimmte Dokumente eine notarielle Beglaubigung gewünscht wird.
Ersetzt Open Banking die Notwendigkeit, ausländische Kontoauszüge übersetzen zu lassen?
Meistens nicht. Open Banking funktioniert primär mit unterstützten britischen Banken. Ausländische Finanzinstitute lassen sich in der Regel nicht direkt anbinden, sodass Kontoauszüge oft manuell eingereicht und ins Englische übersetzt werden müssen.
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Vermeiden Sie Verzögerungen bei Ihrem Immobilienkauf im Vereinigten Königreich durch unklare ausländische Kontoauszüge, Schenkungsbelege oder AML-Dokumente. Bestellen Sie ein prüfungsoptimiertes, beglaubigtes englisches Übersetzungspaket (Certified Translation), das Ihr Conveyancer oder Hypothekengeber direkt bearbeiten kann. Laden Sie Ihre Dokumente bei CertOf hoch oder informieren Sie sich vorab in unseren Leitfäden zu Schenkungsschreiben, Kontoauszug-Screenshots und beglaubigten vs. notariellen Übersetzungen.